Die Heinkel Kabine auf dem Weg zur Serienreife…
Kaum wächst die Familie und die kleine Tochter oder das Söhnchen sollen im Kleinwagen Platz finden wird es ganz schön eng. Abhilfe schafft da ein Fiat Multipla ! Leider sind die Dinger ganz schön selten, meist in festen Händen oder noch schlimmer – nach italienischen Massstäben restauriert…
Hier ein ganz interessantes Exemplar.
Wie bei allen Oldtimer-Fahrern stehen auch bei mir die ersten Wochen und Monate des Jahres im Zeichen der Vorbereitungsarbeiten für die Saison. Da und dort muss der Schmierplan eingehalten werden, ein Oelwechsel oder die Zündeinstellung ist noch nicht erledigt und ab und an steht eine grössere Reparatur an.
Neben den effektiven Arbeiten bleibt kaum Zeit die Werkbank wieder aufzuräumen und die Werkzeuge liegen verstreut in der Garage rum
Warum sich mit all diesem Ordnungsstress belästigen und wertvolle Zeit mit aufräumen und saubermachen vergeuden…
Würde mich Wunder nehmen, wie die Fahrzeuge dieses Werkstatt-Besitzers aussehen !
per Zufall bin ich auf dieses schöne Bild aus den 60iger Jahren gestossen.
Was ist wohl aus den Kindern geworden, fahren die immer noch Messerschmitt ?
KR175 sind ziemlich selten und da ich selber bis vor einigen Jahren ein solches Fahrzeug hatte, interessieren mich die Dinger.
Nun war in den letzen Wochen ein KR175 der 2.Serie mit geschlossenem Kettenkasten mehrfach im Angebot. Es handelt sich um eine abgebrochene Restauration. Offensichtlich lagen die Gebote nicht im Bereich, den sich der Verkäufer vorgestellt hat.
Verfolgt man allerdings die einzelnen Auktionen, ist nicht wirklich klar – welchen Preis der Wagen bringen soll und ob der wirklich verkauft werden soll…
Bin gespannt wie es mit dem KR175 weitergeht – wir bleiben dran.
Hier gehts zum Angebot: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=120877876328
ISO ISETTA – Renzo Rivolta – Bresso, 1953
Obwohl die Isetta aus BMW-Lizenzproduktion hierzulande quasi zum Synonym für Kabinenroller wurde und bis heute eine enorme Popularität geniesst, ist das italienische Original fast in Vergessenheit geraten.
Die erste Isetta war das Produkt aufwendiger Entwicklungsarbeiten der in Bresso bei Mailand ansässigen Firma ISO, gegründet von dem späteren Sportwagenfabrikanten Renzo Rivolta. 1939 hatte der motorsportbegeisterte Rivolta in Bolzaneto, einem Vorort Genuas, begonnen, eine Kühlschrankproduktion aufzuziehen, die es unter dem Namen ISOTHERMOS zu einem gewissen Erfolg und Bekanntheitsgrad bringen konnte. 1942 hatte er sein Unternehmen nach Bresso umgesiedelt. Nach dem Krieg, als das Geschäft mit Kühlgeräten durch vermehrte Importe nicht mehr recht lief, wurde Rivolta durch den neuen Piaggio-Roller “Vespa” inspiriert, es ebenfalls mit der Konstruktion eines Rollers zu versuchen. Unter dem Namen “Furetto” kam 1948 der erste ISO Roller heraus und konnte sich neben der dominanten Vespa schon bald kleine Marktanteile sichern.
Doch der Trend ging auch in Italien zum wettergeschützten Fahrzeug, und Rivolta wollte auch hier mit dabei sein. Bis Anfang der fünfziger Jahre hatte es ausser dem altbewährten Fiat 500 nur klägliche Versuche gegeben, ein italienisches Kleinstwagenprojekt zu verwirklichen. Rivolta beschloss, etwas kompromisslos Neues zu schaffen. Chefkonstrukteur Gobini gab er die Möglichkeit, frei von bestehenden Konventionen ein Kleinmobil zu bauen, das zwei Personen und ein Kind plus Gepäck bei möglichst hoher Fahrsicherheit transportieren sollte. Die Passagiere sollten nebeneinander sitzen und der Fahrer das Fahrzeug mit den üblichen Bedienungshebeln beherrschen können.
Bei seinen Bemühungen, Leichtigkeit und Stabilität zu vereinen, gelangte Gobini zur typischen Eiform der Isetta und wagte den genialen Schritt zur Fronttür (übrigens unbeeinflusst durch die einst gebauten Kühlschränke!). Das Dach liess sich wie eine feste Kuppel gestalten, unter reichlicher Verwendung von Plexiglas; ein nach hinten zu öffnendes Rolldach verhinderte eine zu grosse Aufheizung des Innenraums. Beim Einstieg zeigte sich indessen, dass es für den Fahrer recht mühsam war, sich hinter die schrägstehende Lenksäule zu klemmen, was zu der Lösung führte, die Lenksäule durch ein Kardangelenk flexibel zu gestalten und sie oben samt der winzigen Armaturentafel an der nach vorn schwingenden Tür zu fixieren. Beim Öffnen ging nun das Lenkrad zur Seite, der Fahrer nahm bequem Platz und holte die Tür mit dem Volant zurück. Die ungewöhnliche Karosserie montierte man auf ein dreiecksförmiges, aus Stahlrohren zusammengeschweisstes Chassis, wobei die Hinterräder nur 50 cm Radstand bekamen, um ein teures Differential einsparen zu können. Der Motor war ein Doppelkolben-Zweitaktaggregat eigener Konstruktion und wurde auf der rechten Seite, also hinter dem Beifahrer, mit drei Gummielementen am Rahmen befestigt. Über eine Doppelkette gab er seine Leistung an die hintere Schmalspur-Starrachse ab, die zwei Viertelelliptikfedern und zwei Teleskopstossdämpfer aufwies.
Um nicht den Raum vor der Sitzbank mit Bedienungshebeln zu blockieren, mussten Handbremse und Schalthebel an die linke Bordwand gelegt werden, was zur Folge hatte, dass die Bewegungen des kurzen Schalthebels mit vier Winkeln bis zum an den Motor angeblockten Vierganggetriebe (mit Rückwärtsgang) umgelenkt werden mussten. Doch auch dieses Problem bekamen die ISO-Techniker in den Griff, nur geriet das Schaltschema recht merkwürdig: der erste Gang lag oben in der Mitte, der vierte links unten!
Zur Jahreswende 1952/53 nahm die Isetta allmählich realistische Gestalt an, doch gab es noch viele Kleinigkeiten zu korrigieren, ehe man sich im Herbst 1953 zur Automobilausstellung nach Turm wagte. Dort sorgte der neue Kleinwagen mit dem 236-ccm-Motor und der Fronttür für erheblichen Wirbel. Die Reaktionen der Besucher reichten von spontanem Beifall bis zum mitleidigen Lächeln, doch kalt liess die Isetta niemanden. Die Isetta ragte zwischen den bisher gezeigten Kleinwagenversuchen wie ein modernes Kunstobjekt heraus, und schon bald meldeten sich beim Hersteller erste Interessenten für Auslandslizenzen. Doch erst musste die Isetta in Italien auf den Markt kommen. Dies dauerte noch bis zu den ersten Tagen des Jahres 1954, wonach zunächst etwa 15 Wagen im Monat das Werk verliessen, danach steigerte man auf bis zu fünfzig Isettas pro Monat.
Schnell nahm sich die Fachpresse des neuen Winzlings an und war voll des Lobes. Man sprach von einem völlig neuen, für den europäischen Kleinwagenbau wegweisenden Modell und betonte die grosse Zahl ungewöhlicher Details der Isetta. Tests ermittelten eine Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h, Berge mit bis zu 25 Prozent Steigung konnten voll besetzt erklommen werden. 1954 und 1955 nahmen drei dieser Fahrzeuge an der Mille Miglia teil und belegten beide Male die ersten Plätze ihrer Kategorie, 1955 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80,47 km/h. Dennoch blieb der Isetta der durchschlagende Erfolg in Italien verwehrt. Hochwertige Kleinwagen von Fiat, die Modelle 600 und später Nuova 500, nahmen das Monopol für sich in Anspruch, und viele Autofahrer in Italien, meist mit grösseren Familien, standen der Isetta eher skeptisch gegenüber.
Schon bald nach der Vorstellung der Isetta brachte ISO als Ergänzung ein Kleinlieferwagenmodell mit einem Führerhaus heraus, das in etwa einer halbierten Isetta entsprach. Den “IS0carro” gab es mit Nutzlasten bis zu 500 kg und zahlreichen Aufbauvarianten, wie Pritsche, Kasten und Koffer. Selbst Sonderausführungen wie kleine Leiterwagen für die Feuerwehr wurden gebaut.
1958 verkaufte sich die Isetta in Italien kaum noch, während in Deutschland, England, Spanien und sogar Brasilien noch relativ grosse Stückzahlen abgesetzt werden konnten. Somit wurde im gleichen Jahr die Produktion des Isetta-Originals in Italien eingestellt.
Die ISO-Isetta gehört heute zu den sehr seltenen Kleinwagen, die man im Gegensatz zur Lizenzversion von BMW in Italien nicht mehr auf der Strasse zu sehen bekommt. Die letzten Isetta-Fahrer Italiens waren Anfang der sechziger Jahre auf Fiat und Autobianchi umgestiegen.
Soweit bekannt hat keine ISO-Isetta in der Schweiz überlebt, sollte jemand trotzdem Kenntnis von einer ISO-Isetta in der Schweiz haben, bitte einen Kommentar mit einigen Details zum Fahrzeug erfassen…
Ein herzliches Dankeschön geht an Hans Krähenbühl vom ISO-Club Schweiz für die Bereitstellung des Bildmateriales.
Das Goggomobil war seinerzeit der erfolgreichste Kleinwagen überhaupt. Fast 300’000 Goggos wurde bis 1969 produziert. Viele tauchen wöchentlich auf eBay auf, das Preisniveau ist nach wie vor gemässigt – eigentlich ein ideales Fahrzeug für den Kleinwagenfreund. Wäre da nicht die doch etwas zu autoähnliche Karrosserie, ich bin mir sicher, das Goggomobil wäre auch heute noch eine Erfolgsgeschichte – denn eigentlich sieht man sie im Verhältnis zur gebauten Stückzahl eher selten.
Kaum jemand steigt freiwillig ins Goggo wenn nebenan eine Isetta oder ein Karo steht. Aber Goggomobile müssen nicht langeweilig sein ! Es gibt ja den Dart…
Leider wurden diese schnittigen Sportwagen nur in Australien gebaut, was die Verfügbarkeit in unseren Breitengraden etwas einschränkt. Nun steht auf eBay ein Exemplar zum Verkauf, dass schon den Weg nach Europa gefunden hat und in Deutschland restauriert wurde.
Ganz billig ist der offene Fahrspass natürlich nicht. Aber der Wagen macht wirklich Spass, ich hatte vor einigen Jahren Gelegenheit einen Dart zu fahren.
Hier gehts zum Fahrzeug: http://www.ebay.de/itm/Goggomobil-Dart-/170806348127
Kleiner aber wichtiger Nachtrag – es handelt sich um eine Replica !
Hallo Schratzenstaller, Die Bodengruppe ist original auf Dart umgebaut und mit der Karosserie aus England bestückt ist. Diese ist in sehr guter Qualität, speziell was die Festigkeit angeht. Im Vergleich zu den Fahrzeugen, die in Australien vorhanden sind, ist dieser so wie sie dort damals gebaut wurde und ohne individuele Änderungen (Zierleisten, Türen, andere Lampen, …) früherer Besitzer. Aus Sicherheitsgründen ist es ein Linkslenker, damit man mit diesem flachen Fahrzeug den Gegenverkehr beobachten kann (z.B. beim überholen), was bei rechter Sitzposition nicht möglich wäre. Viele Grüsse
Drausen scheint die Sonne, die Tage werden wieder länger und die Lust auf einen Ausflug steigt von Tag zu Tag. Richtig perfekt wird ein Ausflug, wenn man am Zielort gleich den Camping Tisch aufbauen kann und die Nacht unter freiem Himmel im Camping-Bus verbringen kann.
So was soll nicht möglich sein mit einem Kleinwagen !
Weit gefehlt – Solyto Break Camping…
Für alle die schon mal einen Solyto in Natura gesehen, haben wirkt die Werbung etwas realitätsfern – ist doch die Liegefläche nur ca. 110cm lang. Nimmt man die vorderen Sitze raus kommt man schon auf ca. 160cm was aber immer noch etwas kurz ist.
Na gut, Camping ist vielleicht nicht die wahre Berufung für den Solyto, aber als Lastesel oder macht er sich wirklich recht gut.
Vorgeschichte
Am 06.03.1997 wurden aus der Kleinwagensammlung “Bruce Weiner – Kanada” ca. 40 Fahrzeuge versteigert. Bruce hat in den Jahren zuvor eine grosse Sammlung an Kleinwagen zusammengetragen.
Wenige Tage nach der Auktion hatte Er den Verkauf bereut und bereits wieder einige Kleinwagen gekauft. Heute steht in Madison die grösste Kleinwagensammlung der Welt.
Fahrzeuge
| Lot #150 #151 #152 #153 #154 #155 #156 #157 #158 #159 #160 #161 #162 #163 #164 #165 #166 #167 #168 #169 #170 #171 #172 #173 #174 #175 #176 #177 #178 #179 #180 #181 #182 #183 #184 #185 #186 #187 #188 #189 #190 #191 #192 |
Typ Heinkel 154 Berkeley T-60 Fiat 500 Topolino Inter Berline Mochet Velocar Vespa 400 BMW 600 Paul Vallee Chantecler Goggomobil TL400 – Transporter Spatz Fiat Multipla Messerschmitt KR175 Baby Rolux Reliant Regal Mk I Solyto Kleinschnittger F125 Messerschmitt Tiger Glas Isar TS400 King S-7 (Fuldamobil) Messerschmitt KR200 Sport Mochet Commerciale Bond Bug Peel Trident Bond Mk B Fuldamobil N-1 King Midget NSU Prinz Messerschmitt KR201 BMW Isetta Kleinschnittger F125 Rovin D4 Mikrus (Goggomobil) Goggomobil T400 Fuldamobil S-1 Berkeley Sport Messerschmitt KR200 Victoria Spatz Messerschmitt Tiger Zündapp Janus Mochet Messerschmitt KR200 Trojan Brütsch Rollera |
Baujahr 1957 1962 1938 1955 1951 1958 1959 1957 1959 1956 1957 1954 1949 1953 1959 1952 1960 1959 1959 1961 1953 1973 1964 1952 1951 1967 1960 1958 1957 1954 1951 1959 1959 1955 1959 1961 1957 1969 1958 1954 1959 1962 1958 |
Zuschlagpreis $ 7406 $ 3944 $ 2216 $ 12960 $ 3333 $ 889 $ 10189 $ 11009 $ 35120 $ 2851 $ 3518 $ 18515 $ 14812 $ 1388 $ 4814 $ 22218 $ 42585 $ 7406 $ 4444 $ 37030 $ 5555 $ 4629 $ 46288 $ 13886 $ 16664 $ 3148 $ 592 $ 37070 $ 33327 $ 22218 $ 7408 $ 1388 $ 27773 $ 3333 $ 7036 $ 38882 $ 15738 $ 48139 $ 14812 $ 12035 $ 29624 $ 29624 $ 31476 |
Firma A. Grünhut & Co – Wollerau (SZ), 1955
In der mit großen, ausländischen Wagen stets gut versorgten Schweiz war auch in den 40er und 50er Jahren, als in Frankreich oder in der Bundesrepublik Dutzende von mehr oder minder brauchbaren Kleinwagen auftauchten, kaum ein Bedarf an solchen Fahrmaschinen spürbar geworden. Trotzdem versuchte im Jahre 1955 die in Wollerau in Nähe von Zürich ansässige Firma A. Grünhut & Co. an dem in Europa allgemein herrschenden Minicarboom tellzuhaben.
Um sich nicht die Kosten und Mühen einer Eigenkonstruktion auferlegen zu müssen, hielt man Ausschau nach einem brauchbaren, preiswert in Lizenz zu bauenden Vehikel und kam schließlich mit Egon Brütsch ins Geschäft. Der unermüdliche “Plastik-Eier”-Konstrukteur Brütsch hatte seine aktuellen Kreationen kurz zuvor in Genf ausgestellt. Bald war in Wollerau eine kleine Montagehalle eingerichtet, wo das Kunststoffauto Brütsch 200 dann unter dem wohlklingenden Namen “Belcar” entstehen sollte. An der Karosserie, die aus je einer Unter- und Oberschale zusammengefügt wurde, hatte man nur die Anordnung der Scheinwerfer etwas korrigiert, ansonsten glich der Belcar dem Brütsch 200 buchstäblich wie ein Ei dem anderen.
Der Boden des Mobils wurde von einem Gitterrahmen verstärkt, die Radaufhängungen hingegen waren an der Karosserie verankert. Für den Antrieb sorgte im Gegensatz zum originalen Brütsch-Mobil ein 200ccm-Einzylinder-Zweitakter der deutschen Victoria-Werke. In einem verbesserten Modell sollte dann später ein 250-ccm-Motor gleicher Herkunft installiert werden. Geschaltet wurde elektromagnetisch: Nach Treten der Kupplung wählte man einen Gang des Vierganggetriebes an einer Tastatur am Armaturenbrett. Eine 140 cm breite Sitzbank konnte drei (schlanke) Erwachsene aufnehmen, doch war dann einer zügigen Fortbewegung die Grundlage der Leichtgewichtigkeit entzogen.
Es entstanden indes aber nur einige Versuchswagen. Nachdem in Deutschland die schweren Konstruktionsmängel bei der Radaufhängung bekannt geworden waren (siehe “Spatz”), stellte die Firma Grünhut auch wegen zunehmender finanzieller Schwierigkeiten noch im selben Jahr ihre Aktivitäten auf dem Kleinwagensektor wieder ein.

















































































