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Rollermobil & Kabinenroller Club der Schweiz

Artikel mit dem Stichwort ‘mopetta’

Opelit aus dem Opelmuseum

Die Karriere, die der Mopetta vorenthalten blieb, sollte der Opelit machen.

Nicht weniger als 100’000 sollten gebaut werden, so sah es zumindest Georg von Opel.

Wieviele effektiv entstanden sind weiss wohl keiner so genau. Zumindest ein Fahrzeug hat überlebt.

Die Unterschiede zur Mopetta sind sehr gering.

  • Zierleiste über der Scheibenbefestigungsliste und zusätzliche Stabilisatoren seitlich
  • Etwas anderer Scheinwerfer, Blinker und Rückspiegel
  • Keine Beschriftung innerhalb der runden Zierleiste (Mopetta oder Brütsch)
  • Brems- und Schaltkabel sind anders verlegt
  • Karrosserie-Ausschnitt bei Armaturenbrett etwas anders

Mopetta / Opelit

Mopetta / Opelit

Mopetta / Opelit

Hier noch mehr Infos zum Opelit:

http://www.rollermobilclub.ch/kleinwagenausstellung-in-der-central-garage-bad-homburg/

http://www.rollermobilclub.ch/von-der-mopetta-zum-opelit/

 

Mopetta Tuning – Teil 3

Schon bald wieder Weihnachten, die Zeit vergeht… Wie immer kommen die Restaurationsarbeiten etwas zu kurz, aber wenigstens kleine Fortschritte sind zu berichten. Den Motor habe ich demontiert, gereinigt und verschiedene Optimierungen vorgenommen:

Nun habe ich dem Motor einige neue Kugellager und Simmerringe spendiert und mit dem Zusammenbau begonnen. Beim Einbau der Kurbelwelle habe auf ein bewährtes Hausmittel zurückgegriffen, den Tiefkühler! Setzt man die gut gekühlte Kurbelwelle in die erhitzten Lagersitze ist kein Hämmern nötig – alles geht reibungslos zusammen.

Nun muss ich noch die Elektrik und den Zylinder einbauen, dann ist der Motor für die Feuertaufe bereit. Als Vergaser werde ich einen 15-er Bing verwenden und für die richtige Akustik sorgt ein Kreidler Florett Auspuff (damit sind schon in den 60-igern, die ILO’s hochgezüchtet worden).

Mopetta - Zusammenbau, ILO V54 - 3 Gang

Mopetta - Zusammenbau, ILO V54 - 3 Gang

Mopetta Tuning – Teil 2

…nun bin ich einige Arbeitsgänge weiter, also noch vor einigen Tagen (http://www.rollermobilclub.ch/mopetta-tuning/). Da die Überströmkanäle beim ILO Motor etwas gross geraten sind, wurde der Zylinderfuss um 1.5mm abgedreht, dadurch ergeben sich folgende Vorteile:

- Kürzere Überströmzeit
- Höhere Verdichtung
- Längere Einlasszeit

Ausserdem habe ich den Einlass entsprechend der Werkzeichnung vergrössert. So sollte dies mit dem 15-er Bing Vergaser passen..

ILO G50 - Zylinderfuss abgedreht

ILO G50 - Zylinderfuss abgedreht

ILO G50 - Einlass Original

ILO G50 - Einlass Original

ILO G50 - Einlass angepasst

ILO G50 - Einlass angepasst

Jetzt müssen neue Lager und Simmeringe her und der Motor wird wieder zusammengebaut. Eine erste seriöse Probefahrt ist wohl erst in der wärmeren Frühlingstagen angesagt – also kein Grund zur Hektik…

Mopetta Tuning…

Nun fahre ich seit Jahren mit der Mopetta und habe auch schon einige hundert Kilometer zurückgelegt. In der Regel kann ich bei Kleinwagentreffen von der Geschwindigkeit her ganz gut mithalten (vorallem wenn noch Kleinschnittger oder Kroboth mitfahren) aber sobald längere Stecken Ausserorts zu fahren sind, haben ich mit meinen 50ccm keine Chance.

Da wünscht man sich ab und zu schon einige PS mehr um besser mitfahren zu können.
Vor kurzem bin ich nun auf eine zeitgenössische Tuninganleitung für den ILO G50 Motor gestossen und so enstand die Idee einen meiner Reserve-Motoren zu optimieren.

Der allseits bekannte Moped-Motor ILO Piano wurde in unterschiedlichen Ausführungen gebaut G50 / V50 / V54 und Leistungsmässig den entsprechenden Einsatz angepasst. Für die Mopetta wurde der Typ V50/3 verwendet. Dies ist ein Modell mit Gebläsekühlung, 3-Gang-Getriebe, 2,3 PS und Seilzugstarter also eine ziemlich spezielle Ausführung.  Die G50-iger Serie wurde ab 1955 bis Mitte der 70-iger Jahre gebaut. Ab 1959 nach Übernahme von ILO durch Rockwell unter dem Name ILO Rockwell. Der Motor wurde über die Jahre etwas stärker und der heikle Zahnriemen durch eine Kette ersetzt. Das stärkste Modell das mir bisher begenet ist, leistet laut Typenschild 3 PS (habe ich im Moment eingebaut…)

Mein Tuning-Motor ist ein Typ V54 und bringt 2.5 PS. Beim drehen des Schwungrades merkte man wie die Lager sich nur schwergängig bewegen liessen – so hatte ich auch gleich einen guten Grund, den Motor zu demontieren.

ILO Piano - Typ V54 - 2.5PS - 3-Gang

ILO Piano - Typ V54 - 2.5PS - 3-Gang

In meiner “Frisieranleitung” wird der ILO Motor als Kuriosum betitelt, da die Überströmkänele etwas gross geraten sind. Dieser Umstand soll mit der Abnahme des Zylinderfusses behoben werden, wobei gleichzeitig auch die Verdichtung erhöht und die Einlasszeit vergrössert wird.

Klingt gut! Und Skizzen für die Veränderung von Ein- und Auslass liegen auch noch bei :-)

Zeitgenössische Frisieranleitung ILO G50

Zeitgenössische Frisieranleitung ILO G50

Ein erstes Abpausen von Ein- und Auslass aus meinem Zylinder hat allerdings ergeben, dass die Masse schon den in der Frisieranleitung angegebenen entsprechen und der Einlass im Vergleich zur Anleitung um 3mm tiefer liegt also auch früher öffnet. So stellt sich die Frage, wie die restlichen Angaben der Frisieranleitung auf meinen Motor passen.
Als nächstes werde ich die Steuerzeiten messen.

ILO V54 - Masse Ein- und Auslass

ILO V54 - Masse Ein- und Auslass

Neben den Arbeiten am Motor habe ich auch noch einen Kreidler Florett Auspuff besorgt. Dieser wurde laut C. Jansen dem Besitzer des ILO Museums in Holland früher auch gerne zu Tuningzwecken eingesetzt.

Mein Auto, mein Haus…

Tausendsassa Egon Brütsch, seines Zeichens Autorennfahrer, Fabrikantensohn, Kleinwagenhersteller, Designer und vieles mehr, hat sich neben all diesen Dingen auch als Architekt versucht.

Natürlich, wie könnte es anders sein, baute Er nicht einfach 08/15 Häuser sondern kleine Kugelhäuser aus Polyester.

Ob eines dieser Häuser überlebt hat ist nicht bekannt.

Kugelhaus von Egon Brütsch

Kugelhaus von Egon Brütsch

Kam, sah und siegte !

Letztes Wochenende nutzte ich die Gelegenheit und das schöne Wetter um mit meiner Mopetta das Oldtimer-Treffen im Dolder/Zürich zu besuchen.

Mehr Infos unter: www.dolderclassics.ch

Im Dolder sind jeweils ca. 200 bis 300 Fahrzeuge aller Alters- und Preisklassen vertreten. Nachdem ich das letzte mal mit dem Amilcar vorgefahren bin, was allerdings kaum staunende Blicke erzeugte – zeigte sich nun mit der Mopetta ein anderes Bild.

Es wurde sofort klar, das die Mopetta selbst bei Oldtimerfans so gut wie unbekannt ist. Vorallem Frauen waren von der schönen Form begeistert und hätten die kleine Mopetta wohl am liebsten gleich in den eigenen Kofferraum gepackt.

Best-Of-Show Contest:

Diesesmal wurde eine Wahl des “besten” Fahrzeuges durchgeführt. Neben einer ACS-Mitgliedschaft und einer Flasche Champagner winke dem Sieger eine Einladung zum Le Mans Classic. Meine Frau war sofort begeistert von der Idee eine Flasche Champagner zu gewinnen – schliesslich hatten wir ja ein Nachmittagspicknick geplant.

Naja, aus dem Champager wurde nichts – aber das nächste Jahr gehts nach Le Mans !

Brütsch Mopetta - Best Of Show im Dolder Classics 2011

Brütsch Mopetta - Best Of Show im Dolder Classics 2011

Kleinwagen Transport

Alle 6-Jahre wieder steht das allseits beliebte Vorführthema an. Letzte Woche traf es meine Mopetta.

Ohne Probleme hat sie die Hürden des Strassenverkehrsamts genommen! Der Experte hatte richtig Freude am Fahrzeug und ist auf dem ganzen Gelände herumgekurvt.
Naja, die Möglichkeit eine Mopetta zu fahren kommt frühstens in 6 Jahren wieder.

Heute habe ich das Fahrzeug bei meinem “Vorführ-Guru” abgeholt und in den Kofferraum gepackt.
Schon praktisch, so ein Kleinwagen…

Brütsch Mopetta im Kofferraum

Brütsch Mopetta im Kofferraum

Mopetta, das schwimmende Moped-Auto

Damals 1956 – als erstmals von der Mopetta die Rede war, machte ein Gerücht die Runde.

Die Mopetta konnte schwimmen !

Böse Zungen meinten schon damals: klar kann die Mopetta schwimmen – aber nicht lange…

Aktuell wird auf eBay ein zeitgenössisches Foto der schwimmenden Mopetta angeboten.

Mopetta im Wasser !

Mopetta im Wasser !

Bei den später gebauten Prototypen mit Motor wäre dieses Bild wohl nicht möglich gewesen.

Kleinwagen und Kabinenroller nicht mehr gefragt !

Eine Zeitlang schien es, als ob der Motorroller in seinem automobilen Gegenpart mit drei oder vier Räder einen dauernden Platz im Verkehr finden könnte. Hätte die Entwicklung den gleichen Weg nach mehr Raum, Komfort und Leistung eingeschlagen, den der Automobilbau im Grossen ging, so hätte der Kabinenroller vielleicht auch heute noch ein grosses Anwendungsgebiet. Aber nach vielversprechenden Ansätzen ist er auf seinem Niveau von 1957 stehengeblieben.

Auszug aus der Automobilrevue von 1957

AR 1957 - Kleinwagen abgeschlagen...

AR 1957 - Kleinwagen abgeschlagen...

Den Bericht als PDF anzeigen - Link

Eine Mopetta für CHF 1’550.-, eine Isetta für CHF 3’755.-

Das waren noch Zeiten, als für aus heutiger Sicht kleines Geld eine Isetta, ein Messerschmitt oder andere Kleinwagen gekauft werden konnten.

Die Übersicht aus dem Jahre 1957 zeigt, die in der Schweiz lieferbaren Fahrzeuge

In der Schweiz lieferbare Personenwagen - 1957

In der Schweiz lieferbare Personenwagen - 1957

Hier geht zum PDF download des Dokumentes: Automobil Revue – Preisliste von 1957

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